Was versteht man unter Verbundsicherheitsglas?

Als Verbundsicherheitsglas werden heute Scheiben bezeichnet, bei denen mehrere Schichten Glas mit dazwischen liegenden Folien verbunden werden. Die Folien bestehen bei modernen Varianten aus Polyvinylbutyral. Durch die Erhitzung auf etwa 140 Grad Celsius und die gleichzeitige Ausübung von Druck werden die Scheiben mit der Folie dauerhaft verbunden. Dabei muss der Druck bei der Herstellung eine Intensität von mindestens zwölf bar erreichen. Die Maschine, die zur Produktion von Verbundsicherheitsglas zum Einsatz kommt, wird in der Fachsprache als Autoklave bezeichnet, und besteht aus einem Druckbehälter, der gasdicht verschlossen werden kann. Sie wurde im 17. Jahrhundert von einem französischen Physiker entwickelt und unter der Bezeichnung „Papin’scher Topf“ patentiert.

Die Eigenschaften von Verbundsicherheitsglas

Eines der wichtigsten Merkmale von Sicherheitsglas ist die Tatsache, dass bei einem Brechen die Splitter nicht durch die Gegend fliegen, sondern durch die Verbindung mit der reißfesten Folie auch weiterhin an ihrem Platz gehalten werden. Diese Eigenschaft kann durch die Verwendung mehrerer Lagen auch so weit ausgeprägt werden, dass im Falle eines Schadens dennoch ein sicherer Verschluss erhalten bleibt. Das dient wiederum dem Einbruchsschutz, ist aber auch ein unverzichtbares Element, wenn beispielsweise Laboratorien mit gefährlichen Stoffen gesichert werden sollen. Verbundsicherheitsglas mit vielen Lagen auch Scheiben und Folie wird im Volksmund auch als Panzerglas bezeichnet.

Lärmschutz durch Verbundsicherheitsglas

Klänge werden von Glas dadurch übertragen, dass es zum Schwingen gebracht wird. So werden die Schallwellen von einer Seite aufgenommen und auf der anderen Seite wieder abgegeben. Die integrierten Folien sorgen dafür, dass die Scheiben nicht so stark schwingen können. Dadurch wird die Intensität der übertragenen Schallwellen sehr deutlich reduziert.

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